Planungsbüro Holger Fischer
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Umweltplanung

Hervorgegangen aus der „klassischen“ Landschaftsplanung und der im deutschen Recht seit langem verankerten Eingriffsregelung, hat die Umweltplanung nach Anpassung des Bauplanungsrechtes an die EU-Richtlinie über die Prüfung der Umweltauswirkungen bestimmter Pläne und Programme (Plan-UP-Richtlinie) im Jahr 2004 deutlich mehr Gewicht erlangt.

So ist die Umweltprüfung zum regelmäßigen Bestandteil des Aufstellungsprozesses von Bauleitplänen geworden und umfasst nunmehr nicht nur die Belange von Naturschutz und Landschaftspflege, sondern auch die legitimen Bedürfnisse der Bevölkerung zum Schutz gesunder Wohnverhältnisse und Fragen des Denkmal- und Kulturlandschaftsschutzes.

Mehr und mehr wandelt sich die Umweltplanung somit vom sektoralen Ansatz weg zum umfassenden und integrativen Instrument der Umweltvorsorge. Diese zu stärken, bedeutet nicht, die wirtschaftliche Entwicklung zu bremsen, sondern sie auf die langfristigen Bedürfnisse der Menschen auszurichten. Globalisierung und Entbürokratisierung müssen nicht zum Abbau der Rechtsstellung des Umweltschutzes führen, wenn die Bedeutung unserer Böden, des natürlichen Wasserhaushaltes, von Tieren, Pflanzen und unserer historisch gewachsenen Kulturlandschaft als Qualitätskriterium für wirtschaftliche Prosperität, gesellschaftlichen Frieden und regionale Identität erfahren wird.

Zu erkennen und zu postulieren, welche Umweltgesichtspunkte durch marktwirtschaftliche Instrumente gewahrt werden können und welche staatlicher Restriktionen bedürfen, ist nicht zuletzt die Aufgabe einer modernen und zukunftsorientierten Umweltplanung.